Diakoniestation Bad Berleburg

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Ansprechpartner

Christian Schmidt (-429)

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Christian Schmidt

Begleitung minderjähriger Flüchtlinge; Vormundschaften und Pflegschaften

Kinder und Jugendliche, die ohne Begleitung ihrer Eltern nach Deutschland einreisen, gelten als schutzbedürftigste Gruppe unserer Gesellschaft. Für eine Flucht aus der Heimat als minderjährige Person gibt es vielfältige Gründe. Stetige Angst vor Verfolgung, Bedrohung oder Eingriffe in die körperliche und geistige Unversehrtheit gehören in einigen Gebieten dieser Erde nach wie vor zum Alltag. Häufig ist die Lebensgeschichte der jungen Menschen von schweren Krisen und traumatischen Erlebnissen geprägt. In der Regel kann das Kindeswohl in einer solchen Situation nur mit professioneller Hilfe sichergestellt werden. Die Einrichtung einer Vormundschaft kann auch vonnöten sein, wenn die Eltern aus anderen Gründen ihrer Sorgepflicht nicht nachkommen können.

Dann wird ein Ansprechpartner gebraucht, der sowohl die komplexe Rechtslage überschaut und Korrespondenz mit Behörden übernimmt, als auch eine verlässliche und empathische Vertrauensperson darstellt.

Es soll für die Minderjährigen eine Brücke zwischen den eigenen Interessen und der rechtlichen und normativen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Die rechtliche Vertretung und Verantwortung übernimmt anstelle der Eltern der Vormund. Das Wohlergehen des Mündels, ein gesicherter Rahmen für gesundes Aufwachsen und die Entwicklung des jungen Menschen sowie die gesicherte Teilhabe des jungen Menschen an den Möglichkeiten der Gesellschaft stehen dabei im Vordergrund.

Der Vormund geht eine Beziehung mit dem Mündel ein und pflegt regelmäßig persönlichen Kontakt.

Im Rahmen seiner Tätigkeit übernimmt er die Verantwortung für die Angelegenheiten der Kinder und Jugendlichen in allen Bereichen:

  • Hilfen zur Erziehung
  • Schulbesuch und Ausbildung
  • Aufenthalt
  • medizinische und therapeutische Versorgung
  • Verwaltung der Finanzen
  • Vertretung in Behördenangelegenheiten
  • sonstige Wirkungskreise

Fallbeispiel

Mohammed ist mit 14 Jahren aus dem Irak geflohen. Seine Eltern sind im bürgerkriegsähnlichen Zustand ums Leben gekommen; er selbst wurde als Angehöriger einer religiösen Minderheit verfolgt und bedroht. Er erhofft sich nun in Deutschland ein besseres Leben und möchte in Sicherheit leben, zur Schule gehen und eine Ausbildung machen. Zunächst steht er jedoch allein vor der für ihn undurchsichtigen Bürokratie. Das Jugendamt konnte für ihn eine Pflegefamilie finden, die ihm im Alltag Rückhalt gibt.

Mit seinem Vormund erhält er einen verlässlichen Beistand, der unter anderem die anstrengenden Behördengänge mit ihm gemeinsam erledigt. Nun kann sein Asylverfahren voranschreiten und er bekommt eine längerfristige Perspektive. Weiter kann ein Schulbesuch organisiert werden und er erlernt die deutsche Sprache. Bis zu seinem 18. Lebensjahr fühlt sich Mohammed mittlerweile gut in die deutsche Gesellschaft integriert und er findet eine Ausbildungsstelle. Seit er zu seinem selbstständigen Leben in der Lage ist, kann er letztlich auch mit therapeutischer Unterstützung die Traumata seiner Kindheit und Jugend aufarbeiten.

Pflegerische Rufbereitschaft:
0170 851 77 80

 

Diakonisches Werk Wittgenstein

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Diakoniestation Erndtebrück, Siegener Straße 23, Tel. 02753 59 77 70

Pflegerische Rufbereitschaft: 0170 851 77 80

 

Unsere Arbeit wird von
diesen Gesellschaftern getragen

 

 

Ev. Kirchenkreis Wittgenstein

Schloßstraße 25
57319 Bad Berleburg

Ev. Johanneswerk e.V.

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